Maibaumstellen 2026 — Tradition, Helferschar und Guggenmusik

„Ond jetzad – Alle Mann – Hau Ruck!“ — Mit diesem traditionellen Ruf begann am Vorabend zum 1. Mai das Aufstellen des Maibaums der Schwarzen Jäger 1799 Erligheim auf dem Parkplatz des ehemaligen Landgasthofs Grüner Baum. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher verfolgten das Geschehen, das auch in diesem Jahr wieder von viel Engagement, guter Vorbereitung und einem starken Gemeinschaftsgefühl geprägt war.

Vorbereitungen am Vortag

Die Arbeiten starteten bereits am Mittwoch. Unter dem Motto „Herrichda von dem ganza Zeigs, was mor so älles brauchd“ wurden Zelte, Lichter, Kabel, Servietten, Pappteller, Senf, Holzkohle, Grills, Zangen und Messer organisiert – letztere wie immer mit der traditionellen Frage: „Wo senn se? Wer had se ghed?“

In diesem Jahr lief jedoch vieles reibungsloser als sonst. Die Helferinnen und Helfer waren gut eingeteilt, die Materiallisten vollständig, und auch die Maibaumschilder wurden frühzeitig zusammengestellt. Schrauben, Haken und neue Schäkel wurden kontrolliert und ergänzt. Bereits am Mittwochabend standen ein Bewirtungszelt sowie ein separates Besucherzelt.

Der Maibaum wird vorbereitet

Am Donnerstagmittag, gegen 13 Uhr, wurde der Maibaum herangefahren. Baum und Schilder wurden montiert, Kranz und Spitze aufgesetzt – und anschließend hieß es warten, bis der große Moment näher rückte.

Um 17:30 Uhr traten alle Helferinnen und Helfer vor Ort an. Kommandant Gunther unterrichtete die Mannschaft darüber, wer beim Maibaumstellen das Sagen hat und wer gehorchen darf – ein kurzer, klarer Ablaufplan, der für Sicherheit und Ordnung sorgte.

Besucherandrang und prominente Gäste

Nachdem die Gemeindemitarbeiter – herzlichen Dank dafür – die Absperrungen und Sicherheitsbereiche eingerichtet hatten, füllte sich der Platz rasch. Gegen 18 Uhr hatten sich rund 300 Zuschauerinnen und Zuschauer eingefunden, darunter Bürgermeister Rainer Schäuffele mit Gattin, viele ältere Einwohnerinnen und Einwohner, Gäste aus umliegenden Ortschaften, zahlreiche Kinder sowie die Fan-Gemeinde der CVB Wobachspatzen mit der Gruppe IMMORTALIS.

Der unerwartet frühe Start

Die Vorstände Wolfgang Binder und Siegfried Bähr hatten ihre Begrüßung noch nicht begonnen, als Kommandant Gunther – so konzentriert und angespannt wie selten zuvor – bereits das Kommando zum Stellen gab. Vermutlich stand er noch nie so stark unter organisatorischem Druck, und so begann das Aufrichten früher als geplant. Die anwesenden Gruppen formierten sich sofort und routiniert.

Das traditionelle Aufrichten

Pünktlich nach der Durchfahrt des Linienbusses richteten die Schwarzen Jäger, unterstützt von der Feuerwehr Erligheim und den Bietigheimer Wobachspatzen, den Maibaum in traditioneller Weise auf. Allen Beteiligten gilt ein herzliches Dankeschön.

Für die Sicherheit am Baum sorgte wie jedes Jahr zuverlässig Wilbert Keller. Die Vorstände begleiteten das Aufrichten anschließend mit ihren Begrüßungsworten am Mikrofon.

Nach rund 25 Minuten stand der Maibaum – in diesem Jahr in einer leicht gekürzten Form, da der Standfuß Gebrauchsspuren zeigte und aus Sicherheitsgründen nicht voll ausgefahren wurde. Die Höhe wurde dennoch als vollkommen ausreichend bewertet.

„Dor Boom schtehd – no gibt’s Kol halda mehl.“

Guggenmusik am Maibaum — ein Novum für Erligheim

Ab 19:00 Uhr spielte die Guggenmusik IMMORTALIS der CVB Wobachspatzen direkt am Maibaum auf. Mit ihrem kraftvollen, energiegeladenen Auftritt sorgten sie für eine Stimmung, wie man sie in Erligheim in dieser Form noch nicht erlebt hatte. Die Besucher rückten näher, der Platz füllte sich weiter, und die Mischung aus Maibaum, Guggenmusik und frühsommerlicher Abendstimmung machte diesen Programmpunkt zu einem besonderen Erlebnis.

Ausklang des Abends

Bis etwa 21:30 Uhr herrschte reger Betrieb unter den 23 Maibaumschildern. Danach klang der Abend langsam aus, und die Helferschar konnte sich in Ruhe auf den 1. Mai einstellen.

Fazit

Es war erneut ein gelungenes Fest, geprägt von guter Organisation, vielen helfenden Händen und einem starken Gemeinschaftsgefühl. Der Verein bedankt sich herzlich bei allen Unterstützern, Helfern und Gästen.

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