Mit lautem Donner und viel Fachwissen haben die Schwarzen Jäger 1799 Erligheim am Sonntag, 26. Juli, ihre 18. Klang- und Schönheitsconcurrenz auf dem Festgelände ausgetragen. 23 Teilnehmer brachten insgesamt 30 Böllergeräte mit und vertraten fünf Vereine: Neben den Gastgebern waren der Sportschützenverein Tannhausen 1965, der Schützenverein St. Leon 1958, der SV Walheim und der Sportschützenverein Heuchelberg am Start. Die weiteste Anreise hatte Klaus Häußler aus Ravensburg, der keinem Verein angehört. Die Gäste aus St. Leon sorgten dafür, dass über dem Gelände neben zahlreichen württembergischen Fahnen auch die badische Flagge wehte.
Bereits ab 11.30 Uhr füllte sich der Platz mit Teilnehmern und Besuchern. Vorsitzender Wolfgang Binder erläuterte den Wettbewerb, während Markus Dröse und Alexander Wezel das Böllerrondell und die Messstation aufbauten. Jeder Wertungsschuss wurde dort mit einem Schallpegelmessgerät erfasst. Fünf Euro Startgebühr waren je Schuss fällig, gewertet wurde jeweils ein Schuss – mehrere Versuche waren erlaubt. Insgesamt kamen rund 250 Schüsse zusammen, abgegeben aus Kanonen, Stand-, Hand- und Schaftböllern. Eine Besonderheit war ein Langzenböller, dessen Vorläufer bis in die Zeit um 1500 zurückreichen. Gefährlich ist das nicht: „Geschossen wird ausschließlich mit Schwarzpulver, das mit einem Korken verschlossen wird“, erklärte Wolfgang Binder. Die Geschosse verlassen die Geräte nicht.

Den lautesten Knall bei den Kanonen erzeugte Alexander Wezel von den Schwarzen Jägern: Seine 50-Millimeter-Kanone erreichte 102,6 Dezibel. Bei den Standböllern setzte sich Alexander Falkenstein mit einem 80-Millimeter-Gerät und 103,8 Dezibel durch, bei den Hand- und Schaftböllern Heiko Vogt vom Sportschützenverein Heuchelberg mit seinem 24-Millimeter-Handböller und 97,8 Dezibel.
Auch das Publikum durfte urteilen: Bei der Wertung für das schönste Schussgerät belegte Alexander Wezel mit seiner 50-Millimeter-Kanone den ersten Platz, gefolgt von Markus Längle vom Schützenverein St. Leon 1958 mit seiner 54-Millimeter-Kanone. Dritte wurde Daniela Vogt vom Sportschützenverein Heuchelberg mit ihrem 20-Millimeter-Handböller.
Zum Abschluss versammelten sich alle Teilnehmer zum gemeinsamen Böllern. Schon nach den ersten Salutschüssen lag der typische Geruch von Schwarzpulver in der Luft. Es folgten langsame und schnelle Reihenfeuer, getrennte Reihen der Hand- und Schaftböller sowie der Kanonen und Standböller, ein gegenläufiges Reihenfeuer und der sogenannte Flächenbrand. Ein gemeinsamer Abschlusssalut und das Nachschießen nicht gezündeter Böller rundeten die Veranstaltung ab.
